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Foto: A. Meller

21.11.2012, 19:00 Uhr

Von der Solidarność zur Arabellion. Der arabische Umbruch 2011 und europäische Erfahrungen

Wissenschafts- und Kongresszentrum darmstadtium, Saal 3.023 - germanium 2

15. Deutsch-Polnisches Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Ali-Ridha Chennoufi, Dr. Rainer Hermann, Prof. Dr. Egbert Jahn, Dr. Krzysztof Olendzki und Arige Osama Samak. Begrüßung und Moderation: Prof. Dr. Dieter Bingen

In Zusammenarbeit mit dem Europäischen Solidarność-Zentrum in Danzig.

Pressestimmen 15. Deutsch-Polnisches Podiumsgespräch

Bildergalerie 15. Deutsch-Polnisches Podiumsgespräch

Videoaufzeichnung auf YouTube Teil I

Videoaufzeichnung auf YouTube Teil II
In dem 15. Deutsch-Polnischen Podiumsgespräch, zu dem das Deutsche Polen-Institut und das Europäische Solidarność-Zentrum (ECS) in Danzig einladen, soll ein Vergleich gezogen werden zwischen der Demokratiebewegung in Ostmitteleuropa in den 1980er Jahren mit Schwerpunkt Polen und der sogenannten Arabellion, dem Aufbruch im arabischen Raum, der Ende 2010 von Tunesien ausging.

Sind die Überraschung und die Unkenntnis über die Entwicklungen in der unmittelbaren Nachbarschaft des Westens »damals« im Osten mit »heute« im Süden vergleichbar? Die Befürchtungen vor »Destabilisierung« waren vor 30 Jahren erheblich. Noch besorgter klingen heute die Fragen bezüglich der vielen Ungewissheiten über die zukünftige Entwicklung bei unseren arabischen Nachbarn. Sind bestimmte Erfahrungen von »damals« auf die heutige Situation übertragbar? Was war und ist an den Umbrüchen in Europa und im arabischen Raum durch universelle Werte getragen, was ist spezifisch und unvergleichbar? Und schließlich: Welche Möglichkeiten der Unterstützung der komplexen und widersprüchlichen Demokratisierungsprozesse gibt es?

Ali-Ridha Chennoufi, Professor für Politische Philosophie an der Universität Tunis. Seit 2011 Direktor des Instituts für Philosophie an der Universität Tunis. März – April 2012 Fellow am Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität Frankfurt am Main in Kooperation mit der Werner Reimers Stiftung.

Rainer Hermann
, Dr. phil., politische Redaktion (Naher Osten und islamische Welt) der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ). Studium der Islamwissenschaft. 1989 Promotion zur modernen syrischen Geistesgeschichte. 2008 – 2012 Korrespondent der FAZ in Abu Dhabi.

Egbert Jahn
, Prof. em. Dr. phil., Lehrstuhl für Politische Wissenschaft und Zeitgeschichte an der Universität Mannheim. Ehem. Leiter des Forschungsschwerpunkts Konflikt- und Kooperationsstrukturen am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung. Zur Zeit Lehrbeauftragter an der Universität Frankfurt.

Krzysztof Olendzki
, Dr. phil., Historiker, 2008 – 2012 Botschafter der Republik Polen in Tunis. Seit 1998 im diplomatischen Dienst. Berater von Ministerpräsident Donald Tusk.

Arige Osama Samak, Bachelor in Computer Engineering, Universität Alexandria. Z.Zt. Studium in Bildungstechnologie (MA), Universität des Saarlandes, Saarbrücken. Teilnehmerin des Internationalen Parlaments-Stipendiums des Deutschen Bundestages, September – Oktober 2012. Engagement für die Stärkung der Zivilgesellschaft in Ägypten.

Basil Kerski, deutsch-polnischer Journalist, Politikwissenschaftler und Essayist. Seit März 2011 Direktor des Europäischen Solidarność-Zentrums in seiner Geburtsstadt Danzig. Seit 1998 Chefredakteur des zweisprachigen deutsch-polnischen Magazins DIALOG.