Kopernikus Gruppe

Kopernikus-Gruppe

Die fortdauernde und offensichtlich sogar wieder steigende Empfindlichkeit im deutsch-polnischen Verhältnis seit Ende der 1990er Jahre war der aktuelle Anlass für ein Projekt, das im Jahre 2000 vom Deutschen Polen-Institut und dem Deutschland- und Nordeuropainstitut (Instytut Niemiec i Europy Północnej (INIEP) in Stettin (Szczecin) ins Leben gerufen wurde.

Nicolaus Copernicus wurde als Pate für das Projekt gewählt, da er ein vorurteilsfreier Neuerer war, der Fragen stellte, Antworten suchte, sich nicht national vereinnahmen ließ, - von Deutschen und Polen gleichermaßen verehrt - ein Europäer im besten Sinne war.

Ziel des Projekts

Der aktuelle Stand und die unterschiedliche Varianten der Entwicklung der deutsch-polnischen Beziehungen, v.a. an der Schnittstelle von Kultur, Gesellschaft und Politik, sollen erörtert werden. Jedes Segment der bilateralen Beziehungen wird von den konkreten Perzeptionen und Verhaltensmustern der deutschen und polnischen Akteure (und von internationalen Einwirkungen) beeinflußt. Die komplexen Prozesse sollen von den Gesprächsteilnehmern analysiert und Schlußfolgerungen gezogen werden. Erstes Ziel des Projekts ist die Identifizierung aktueller, latenter und potentieller Verständnis- und Verständigungsprobleme, Interessendivergenzen, Streitpunkte und Konflikte im deutsch-polnischen Verhältnis. In einem nächsten Schritt werden in der Gruppe mögliche Wege der Regelung oder Lösung von aktuellen oder potentiellen Konfliktpunkten diskutiert. Ziel der Diskussion ist die Entwicklung eines gemeinsamen Strategiepapiers (executive paper). Die Organisatoren der „Kopernikus-Gruppe” gehen davon aus, daß der kleine Kreis mit seiner

  • Expertise,
  • Mischung aus Realismus und Unkonventionalität nicht delegierter Teilnehmer und 
  • der Entwicklung von Szenarios, was geschieht, wenn nichts geschieht, und was geschehen könnte, wenn etwas geschieht,
  • mittel- und längerfristig wirksame Lösungsansätze für Probleme entwickeln kann, durch die das deutsch-polnische Verhältnis in den nächsten Monaten und Jahren herausgefordert wird.

Instrumente

  • Einrichtung einer »Task Force«, bestehend aus je 5-6 deutschen und polnischen Fachleuten auf dem Feld der deutsch-polnischen Beziehungen mit Insiderwissen und politischem Gespür, vornehmlich aus dem Grenzbereich von Politik, Wissenschaft und Journalismus.
  • Informelle Treffen 2 x im Jahr (Frühjahr/Herbst), abwechselnd in Deutschland und in Polen. Es entspricht dem Charakter der Veranstaltung, daß sie nicht öffentlich und vertraulich tagt.

Arbeitspapiere

Nachfolgend die Übersicht aller erarbeiteten Arbeitspapiere

Arbeitspapier I
Mitteilung über die Konstituierende Sitzung der Kopernikus-Gruppe

Arbeitspapier II
Entwurf für eine Lösung der Probleme um kriegsbedingt verbrachte Kulturgüter in Deutschland und Polen

Arbeitspapier III
Zur Frage der Förderung der polnischsprachigen Gruppe in Deutschland 

Arbeitspapier IV
Die Bedeutung des Polnischunterrichts für die Entwicklung der
deutsch-polnischen Grenzregion

Arbeitspapier V
Interessengemeinschaft auf dem Prüfstand
Die deutsch-polnischen Beziehungen nach dem Irak-Krieg und von dem EU-Beitritt Polens  

Arbeitspapier VI
„Europäisches Zentrum gegen Vertreibungen”
Handlungsempfehlungen für eine Konzeption

Arbeitspapier VII
Der Beitritt naht: Dringender Handlungsbedarf im deutsch-polnischen Grenzgebiet 

Arbeitspapier VIII
Notwendigkeit der Neubegründung einer deutsch-polnischen Partnerschaft in der EU der 25

Arbeitspapier IX
Sorge um die deutsch-polnischen
Beziehungen. Bedarf an Vernunft

Arbeitspapier X
Die Ostpolitik der EU. Deutsche und polnische Beiträge zur Strategie gegenüber der Ukraine

Arbeitspapier XI
In den deutsch-polnischen Beziehungen ist Pragmatismus gefordert

Appell der Kopernikus-Gruppe
Deutsch-polnischer Appell an gemeinsames Verantwortungsgefühl und Vernunft

Arbeitspapier XII
Die EU und ihre östlichen Nachbarn. Deutsche und polnische Beiträge zur Strategie gegenüber Belarus

Arbeitspapier XIII
Deutschland, Polen und die deutsche EU-Ratspräsidentschaft

Arbeitspapier XIV
Ein Museum der Geschichte des Zweiten Weltkriegs und der Versöhnung  - Der Rahmen für das „sichtbare Zeichen“

Arbeitspapier XV
Deutsch-polnische grenznahe Zusammenarbeit auf europäischer Ebene

Arbeitspapier XVI
Arbeitnehmerfreizügigkeit – 2009 oder 2011 – schon entschieden?

Arbeitspapier XVII
Notwendige Rückkehr zur Interessengemeinschaft

Arbeitspapier XVIII
Deutsche Bürger mit polnischen Wurzeln:
Vorschläge zur Förderung der polnischen Sprache in Deutschland

Arbeitspapier XIX
Das russländische Gebiet Königsberg (Oblast Kaliningrad):
Chancen für einen europäischen Dialog

Arbeitspapier XX
Beziehung mit Zukunft. 20 Jahre nach dem deutsch-polnischen Vertrag

Arbeitspapier XXI
Die Zukunft der deutsch-polnischen Gestaltungsgemeinschaft in Europa – Eine Herausforderung

Arbeitspapier XXII
Die Ukraine – strategischer Partner

Arbeitspapier XXIII
Die deutsch-polnische Agenda: Hausaufgaben erledigen

Arbeitspapier vom 18.11.2014
Empfehlungen zur europäischen Politik gegenüber der Ukraine und Russland

Arbeitspapier XXV

Deutschland und Polen gemeinsam. Empfehlungen zur europäischen Ostpolitik (Russland, Ukraine, östliche Partnerschaft)

 

Arbeitspapier XXVI

Zur Bedeutung der deutsch-polnischen Beziehungen in der Europäischen Union

 

Arbeitspapier XXVII

Deutsch-polnische Partnerschaft – ein Schatz, den es zu bewahren und zu mehren gilt