Spurlos verschwunden? Auf der Suche nach polnischen Lebenszeichen aus dem Zweiten Weltkrieg.

Impressionen der Ausstellung

Spurlos verschwunden? Auf der Suche nach polnischen Lebenszeichen aus dem Zweiten Weltkrieg. 

Die Ausstellung des Deutschen Polen-Instituts folgt den Spuren der nahezu drei Millionen Menschen aus Polen, die sich während des Zweiten Weltkriegs in Deutschland aufgehalten haben.

Viele Orte, Gegenstände, Erzählungen und Dokumente erinnern bis heute daran – Lebenszeichen. Mancherorts sind sie unsichtbar, verborgen, vergessen, versteckt, verdrängt. Andernorts wurden und werden sie ausgegraben, aufgearbeitet und gekennzeichnet. 

Welche „Lebenszeichen“ gibt es heute noch in Lebach, Beckingen, Völklingen oder Homburg? Im Fokus stehen Orte im heutigen Rheinland-Pfalz und im Saarland. 

„Und nach dem Krieg waren sie plötzlich verschwunden“

„Und nach dem Krieg waren sie plötzlich verschwunden.“ – mit diesem Satz beginnt eine Geschichte, wie sie sich in vielen Familien, in Betrieben, Dörfern und Städten erzählt wird oder werden könnte. Es ist eine Spur, die in eine nicht sehr bekannte, aber allgegenwärtige und viel größere Geschichte hineinführt: die Geschichte der Millionen von Polinnen und Polen, die während des Zweiten Weltkriegs und unmittelbar nach 1945 in Deutschland lebten. Manche Orte, Gegenstände und Dokumente erinnern heute noch daran. Viele Spuren sind unsichtbar, manchmal versteckt, vergessen, verdrängt. Andernorts wurden und werden sie ausgegraben, aufgearbeitet und gekennzeichnet.

In dieser Ausstellung begeben wir uns auf die Suche nach den Menschen, deren Geschichten auf diese Weise sichtbar oder unsichtbar gemacht werden. Sie kamen als Zwangsarbeiter:innen, Kriegsgefangene, waren Befreite aus den Konzentrationslagern, darunter polnische Jüdinnen und Juden, mancherorts auch Angehörige der polnischen Streitkräfte. Nach dem Krieg befanden sie sich fern ihrer Heimat, viele mussten zunächst dort bleiben. Eine Rückkehr oder Auswanderung war mit einem erheblichen Organisations- und Kraftaufwand verbunden und dauerte oft lange. Manche von ihnen blieben in Deutschland und bauten sich ein neues Leben auf. Die Beschäftigung mit diesen Menschen und ihren Spuren, gerade in einem lokalen, bekannten Umfeld, eröffnet eine ganz neue Sicht auf die Zeit des Nationalsozialismus. Was erinnert heute noch an sie, welche Spuren haben sie hinterlassen? Es gibt ältere und jüngere Gedenkzeichen in Form von Erinnerungstafeln, Denkmalen oder Grabstellen, manchmal gut sichtbar und beschriftet, manchmal auch versteckt und kaum zu verstehen. Welche Geschichten verbergen sich dahinter?

Mehr über das Projekt

Termine

24. 8. 2026 - 30. 09. 2026 - Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. , Saarland

 

12.1.2026 -6. 2.2026 - Rathaus Mandelbachtal

 

17.11.2025-9.01.2026  - Saarpfalz-Kreis-.Zentrale, Homburg

 

24.09.2025 -31.10.2025 Haus der Geschichte, Bad Kreuznach

 

2.7.2025 - 5.07.2025 - Staatsarchiv Darmstadt