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Vom Vertrag zum Vertragen
Das Deutsche Polen-Institut und die deutsch-polnischen Beziehungen

Online-Ausstellung www.vom-vertrag-zum-vertragen.de
Ausstellung im Deutschen Polen-Institut, Residenzschloss Darmstadt
30.11.2020 bis 11.03.2020

 

Am 7. Dezember 2020 jähren sich der Kniefall Willy Brandts und die Unterzeichnung des Warschauer Vertrags zum 50. Mal. Anlass genug für eine eigene Ausstellung zum Thema deutsch-polnische Beziehungen – zumal auch das Deutsche Polen-Institut selbst mit seinem 40. Geburtstag ein rundes Jubiläum feiert.

Als Bundeskanzler Willy Brandt an einem grauen Dezembertag des Jahres 1970 nach Warschau reiste, begann eine neue Zeit – symbolisch durch seinen Kniefall vor dem Denkmal für die Helden des Ghettos, und faktisch durch die Unterzeichnung des Warschauer Vertrags. Es folgten Jahre der vorsichtigen Annäherung, des beginnenden Brückenbaus zwischen zwei Staaten, die sich seit dem Krieg nur wenig kennengelernt hatten: Die Gesellschaften lernten sich zu vertragen.

Als Karl Dedecius im Jahre 1980 die Tür zum Haus Olbrich öffnete, einer Jugendstilvilla auf der Darmstädter Mathildenhöhe, um sein neues Reich in Besitz zu nehmen, das Deutsche Polen-Institut, begann eine neue Zeit. Zum ersten Mal bewies ein deutscher Staat durch die auf Dauer angelegte Gründung eines Instituts, dass es ihm mit der Annäherung mit Polen ernst ist. Die Vermittlungsarbeit, die Dedecius und sein Team seit 1980 leisteten, hat einen gleichermaßen symbolischen wie faktischen Wert und bringt beide Gesellschaften Schritt um Schritt einander näher.

In unserer Ausstellung zeichnen wir die beiden Zeitspannen nach – 50 Jahre seit Kniefall und Verträgen, 40 Jahre seit der Gründung des DPI. Ein halbes Jahrhundert für den deutsch-polnischen Dialog. Sozusagen »vom Vertrag zum Vertragen«. Wir vom Deutschen Polen-Institut sind stolz, Teil einer großen Geschichte zu sein, die noch längst nicht zu Ende ist: Denn Polen ist uns Deutschen nah, näher wohl als je zuvor, und trotzdem ist es noch immer ein wenig fremd geblieben.

Flyer zur Ausstellung und Begleitveranstaltungen

Begleitprogramm:

Alle Veranstaltungen finden online statt und können sowohl interaktiv mit Anmeldung besucht als auch live gestreamt werden. Nähere Informationen und Links zum interaktiven Format werden zeitnah an dieser Stelle veröffentlicht.
Livestream: www.facebook.com/deutschespoleninstitut

30. November 2020, 17.30 Uhr
Online-Vernissage
Eröffnung der Online-Ausstellung und der Ausstellung im Deutschen Polen-Institut, Residenzschloss Darmstadt (bis 30. März 2021)
Digitale, aber nicht weniger feierliche Eröffnung der Ausstellung mit Führung durch die Ausstellung (Online-Ausstellung bereits ab 12.00 Uhr zugänglich) und anschließender Möglichkeit zum Gespräch mit den Ausstellungsmacher*innen. Begrüßung: Rita Süssmuth, Jochen Partsch, Lucia Puttrich.

7. Dezember 2020
Online-Symposium
Das Online-Symposium anlässlich des 50. Jahrestags der Unterzeichnung des Warschauer Vertrags und des Kniefalls von Willy Brandt am 7. Dezember 1970 wird organisiert von der Friedrich-Ebert-Stiftung, dem Deutschen Polen-Institut, der Stiftung Amicus Europae und der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung. Nähere Informationen werden  an dieser Stelle bekanntgegeben.

18. Januar 2021, 17.30 Uhr
Dokumentation »Der Kniefall von Warschau. Die Macht der Erinnerung« 
Der Wiesbadener Filmemacher Andrzej Klamt zeigt seine neue Dokumentation und diskutiert im anschließenden Filmgespräch unter anderem mit Peter Oliver Loew, der für den Film als historischer Berater Rede und Antwort stand.
Moderation: Andrzej Kaluza

1. Februar 2021, 17.30 Uhr,
Vom Vertrag zum Vertragen
Um bilaterale Beziehungen vom Papier des Warschauer Vertrags ins echte Leben zu bringen, bedurfte es des Engagements vieler Institutionen aus Politik und Zivilgesellschaft. Diskussion mit Gästen über ihre persönliche Sicht auf diese Geschichte und ihre Bedeutung für Gegenwart und Zukunft, u. a. mit Gesine Schwan.
Moderation: Julia Röttjer

 

22. Februar 2021, 17.30 Uhr

Ereignis und Repräsentation. Polnische Geschichte in 10 Bildern 
Das Bild von Willy Brandt auf den Knien ist längst zum Symbol geworden. Auf welche Weise dieses und andere ikonische Bilder die polnische Geschichte repräsentieren, fragt Yvonne Kleinmann vom Aleksander-Brückner-Zentrum für Polenstudien (Halle/Jena) in ihrem Vortrag.

März 2021
Finissage der Ausstellung in Darmstadt
Ein Abend mit Wegbegleiter*innen des Deutschen Polen-Instituts, der auf die Ideen, Projekte, Partnerschaften und alle kleinen und großen Neuanfänge der 40 Jahre Institutsgeschichte zurückschaut.
Moderation: Peter Oliver Loew

 

 

 

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