86. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen

01.09.2025 | Politik Deutsch-Polnisches Haus

86. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen

Am Montag, dem 1. September 2025, versammelten sich Vertreter:innen aus Politik und Zivilgesellschaft im Zentrum Berlins, um gemeinsam an den 86. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen zu erinnern.

Marko Priske

Nach der Begrüßung durch Rolf Nikel, Vizepräsident des Deutschen Polen-Instituts, und den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Kai Wegner folgten weitere Ansprachen, darunter die des Staatsministers für Kultur und Medien, Wolfram Weimer.

„Die deutsche Verantwortung für diese Verbrechen bleibt, sie verjährt nicht. […] Die deutsche Verantwortung besteht fort, auch die Verantwortung, Sorge dafür zu tragen, dass sich niemals wiederholt, was dort geschah. Sie geht an alle Generationen Deutscher über, die noch folgen werden“, betonte Staatsminister Weimer in seiner Rede.

Ebenfalls sprachen Dr. Géza Andreas von Geyr, Staatssekretär im Auswärtigen Amt, sowie Jan Tombiński, Geschäftsträger der Republik Polen in Deutschland. 

Die Gedenkveranstaltung wurde von einer Ehrenwache der Polnischen Armee begleitet. Nach einer Kranzniederlegung durch Vertreter der Bundesregierung, die polnische Botschaft, den Regierenden Bürgermeister von Berlin und den stellvertretenden Ministerpräsidenten des Landes Brandenburg Robert Crumbach, hatten alle Teilnehmenden die Möglichkeit, ebenfalls Kränze und Blumen niederzulegen und der Opfer des Angriffskrieges zu gedenken.

Musikalisch wurde die Zeremonie von Prof. Dr. Martin Aust mit Stücken von Chopin auf der Trompete begleitet. Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung fand im Pilecki-Institut ein Vortrag von Oberst PD Dr. John Zimmermann und eine Podiumsdiskussion statt. In seinem Vortrag unter dem Titel „Ohne den Sieg der Wehrmacht kein Auschwitz – Der deutsche Überfall auf Polen war der Auftakt zum Vernichtungskrieg.“ beleuchtete Oberst PD Dr. Zimmermann, Leiter des Forschungsbereichs Militärgeschichte bis 1945, den Beginn des Zweiten Weltkrieges. An der anschließenden Podiumsdiskussion nahmen Oberst PD Dr. John Zimmermann, Prof. Dr. Martin Aust (Universität Bonn), sowie Prof. Dr. Jerzy Kochanowski (Universität Warschau) teil. Diskutiert wurden unter anderem der politische Standpunkt Polens gegenüber Deutschland sowie die gegenseitige Wahrnehmung heute – vor dem Hintergrund der gewaltsamen Geschichte.

Die Veranstaltung wurde vom Auswärtigen Amt, der Botschaft der Republik Polen in Deutschland, dem Deutschen Polen-Institut und dem Deutsch-Polnischen Haus organisiert. 

Fotos: Marko Priske / Stiftung Denkmal

Die deutsche Verantwortung besteht fort, auch die Verantwortung, Sorge dafür zu tragen, dass sich niemals wiederholt, was dort geschah.

Dr. Wolfram Weimer, Staatsminister für Kultur und Medien