Deutsches Polen-Institut
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Freitag, 11. Juni 2010 bis 12. Juni 2010 

Denksalon Revitalisierender Städtebau 2010

Eine deutsch-polnisches Diskussionsforum der TU Dresden.
Nähere Informationen zur Veranstaltung erhalten Sie von Dipl.-Ing. (FH) M.Sc. Christian Schneider. Tel: 03581/6499320, Fax: -29; christian.schneider@tu-dresden.de

www.revitalisierender-staedtebau.de

Ort: Görlitz Kompetenzzentrum, Bei der Peterskirche 5a, 02826 Görlitz

Das Görlitz Kompetenzzentrum Revitalisierender Städtebau der Technischen Universität Dresden lädt am 11. und 12. Juni 2010 zum sechsten Denksalon nach Görlitz – Zgorzelec ein.

Der Denksalon Revitalisierender Städtebau 2010 knüpft mit seinem Jahresthema Vielfalt Heimat Stadt an die Leitlinie der „Leipzig Charta zur nachhaltigen europäischen Stadt“ an, welche die Schaffung eines städtischen Lebensraumes mit funktionaler und sozialer Vielfalt für eine nachhaltige Stadtentwicklung zum Ziel hat. Aus interdisziplinärer Perspektive werden Antworten zur Bedeutung und Qualität des Ortes gesucht, der Heimatverbundenheit stiften kann. Der Blick in andere Länder und Disziplinen kann helfen, Trends und Visionen zur Frage der Identität der Bürger mit ihrer Stadt, und damit zur Frage der Heimatverbundenheit nachzugehen.

Dem Görlitz Kompetenzzentrum, mit seinem Standort an der Grenze zu Polen, ist es ein Anliegen, den grenzüberschreitenden Austausch zu fördern und sich dabei auch mit der Entwicklung polnischer Städte auseinander zu setzen. Die umfangreichen und speziellen polnischen Erfahrungen mit dem städtebaulichen Erbe bieten große Chancen, eine ganz andere Perspektive und unterschiedliche Wurzeln von baukulturellen Zusammenhängen kennenzulernen. Dank verschiedener Referenten aus dem Nachbarland Polen bekommt das Leitthema des Denksalons 2010 somit einen besonderen Schwerpunkt in Bezug auf den Umgang mit der europäischen Stadt.

Veränderte Rahmenbedingungen wie Globalisierung, Privatisierung, demografischer Wandel und steigende Mobilität der Gesellschaft stellen die Städte Europas nicht nur vor neue Herausforderungen und große Aufgaben sondern wirken sich auch auf das Verständnis von Heimat und Identität aus. Will man die großartigen Chancen der europäischen Stadtidee und Stadtgesellschaft weiterhin kreativ nutzen, ist es wichtig, authentische Orte mit sozialem Zusammenhalt, einer kulturellen Vielfalt und ausgeprägter Identität zu wahren und weiter zu entwickeln. Heimatgefühl kann vor allem dann gestärkt werden, wenn die Stadtbaukultur sich auch an den Bürgern, ihren Wünschen, Sehnsüchten und Bedürfnissen orientiert. Vor diesem Hintergrund werden Fachexperten und Nachwuchswissenschaftler aus Theorie und Praxis interdisziplinär und fachübergreifend über die Zukunft der europäischen Stadt diskutieren und konkrete Strategien entwerfen. In den drei Foren: Vielfalt gestalten, Heimat stiften und Stadt erinnern werden die Zusammenhänge, Wechselwirkungen und Potentiale einer zukunftsgerichteten Stadtentwicklung auch mit Blick ins europäische Ausland beleuchtet.

FORUM 1 I Vielfalt gestalten

1. Prof. Nicolas Beucker, Professur für public and social design FH Niederrhein, Krefeld

Gestaltung identitätsstiftender Räume

2. Prof. Dr. Engelbert Lütke Daldrup, Honorarprofessur für nationale und europäische Raumentwicklung, Universität Leipzig

Instrumente einer Heimat stiftenden Stadtentwicklung

3. Dr. Romuald Loegler, Atelier Loegler, Krakau

Architektur und Städtebau als Symbol der neuen Freiheit

4. Maria Luise Hilber, intosens ag Stadtvisionen Zürich

Identitätsbildung durch Stadtmarketing

FORUM 2 I Heimat stiften

1. Dr. Ines Weizman, department of architecture & spatial design, London Metropolitan University

Die Großwohnsiedlung als Heimat

2. Prof. Dr. Vittorio Magnago Lampugnani, Professur Geschichte des Städtebaus, ETH Zürich

Stadtheimat und Stadtgestalt

3. Dr. Tomasz Nawrocki, Institut für Soziologie, Schlesische Universität Katowice

Zentren schlesischer Städte

4. Arved Schultze, freier Dramaturg, Berlin

Stadt als Bühne – Stadträume und ihre Bewohner

5. Martin Fröhlich, AFF Gesellschaft von Architekten mbH, Chemnitz, Berlin

Ist die Moderne heimatkompatibel?

FORUM 3 I Stadt erinnern

1. Prof. Dr. Hans-Georg Lippert, Professur für Baugeschichte, TU Dresden

Die Architektur, die Tradition, der Ort

2. Dr. Malgorzata Dymnicka, Institut für Städtebau und Raumplanung, TU Danzig

Danzig als Labor für die Transformation von Identität

3. Prof. i. R. Dr. Hartmut Häussermann, Institut für Sozialwissenschaften, HU Berlin

Potentiale multifunktional gemischter Stadtquartiere

4. Prof. Dr. Bohan Jalowiecki, Zentrum für Europäische Regional- und Lokalstudien – UNESCO-Lehrstuhl, Universität Warschau

Die Privatisierung des Raumes

5. Dr. Jürgen Tietz, Architekturkritiker und Journalist, Berlin

Heimat, Identifikation, Denkmalpflege

6. Dr. Peter Oliver Loew, Deutsches Polen-Institut Darmstadt

Erinnerungsprozesse polnischer Städte

 
Plenum. Moderation: Hathumar Drost, complan GmbH Kommunalberatung, Potsdam

 
Das zweitägige Diskussionsforum am 11. und 12. Juni 2010 wird gefördert durch die ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius sowie die Stiftung Lebendige Stadt.


Dr. Andrzej Kaluza
Deutsches Polen-Institut
Alexandraweg 28
64287 Darmstadt

Fon: 06151-4985-13
Fax: 06151-4985-10
E-Mail: kaluza@dpi-da.de
Homepage: http://www.deutsches-polen-institut.de

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