Deutsches Polen-Institut
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Dienstag, 24. November 2009 um 19:00 Uhr

Renate Schmidgall: Ein Stück Polen in Darmstadt

Lesung und Gespräch mit Renate Schmidgall, Preisträgerin des Karl-Dedecius-Preises 2009 für deutsche Übersetzer polnischer Literatur

Gefördert von der Robert Bosch Stiftung

Ort: Deutsches Polen-Institut Darmstadt, Alexandraweg 28 (Haus Olbrich)

Renate Schmidgall widmet sich seit zwei Jahrzehnten ganz der Übersetzung polnischer Literatur ins Deutsche und hat sowohl klassische Autoren der Moderne als auch zeitgenössische Schriftsteller ins Deutsche übertragen. Sie hat an komplexen Texten wie etwa dem Prosawerk von Witold Gombrowicz ihre Fähigkeiten als Übersetzerin unter Beweis gestellt und ist auch Andrzej Ku¶niewiczs schwierigem Roman »Tierkreiszeichen« gerecht geworden. Diese und andere Übersetzungen von Renate Schmidgall wurden in die »Polnische Bibliothek« aufgenommen, was als weiteres Gütesiegel für übersetzerische Leistungen gelten darf.

Schmidgall hat zur deutschen Erfolgsgeschichte von Autoren wie Stefan Chwin, Pawe³ Huelle, Marek £awrynowicz, Andrzej Stasiuk und Jacek Dehnel wesentlich beigetragen; sie hat zahlreiche, besonders jüngere Autoren für den deutschen Leser entdeckt, über Jahre hinweg bei Lesungen vorgestellt und ihnen damit einen festen Platz im deutschen Sprachraum gesichert. Dass man heute in Deutschland Danzig auch aus polnischer Perspektive kennt, darf als Verdienst von Renate Schmidgall gelten.

Ein Schwerpunkt von Renate Schmidgalls Übersetzertätigkeit ist auch die – für Polen so wichtige – Gattung der Lyrik. Schmidgall hat zahlreiche Gedichte zeitgenössischer polnischer Lyriker ins Deutsche übertragen und dabei besonderes Gespür bewiesen. Neben zahlreichen Publikationen in Zeitschriften hat sie auch Gedichtbände von Leszek Szaruga, Marzanna Kielar und Piotr Sommer vorgelegt. Ein Band mit Gedichten von Adam Zagajewski ist in Vorbereitung.

Renate Schmidgall, geb. 1955 in Heilbronn, lebt in Darmstadt. Studium der Slawistik mit Schwerpunkt Polonistik und Germanistik an der Universität Heidelberg (MA). Magisterarbeit über den Roman »Ferdydurke« von Witold Gombrowicz. Von 1984-1996 Bibliothekarin und wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Polen-Institut Darmstadt. Seit 1996 freiberufliche Tätigkeit als literarische Übersetzerin. 2001 erhielt sie den Jane-Scatcherd-Preis der Ledig-Rowohlt-Stiftung, 2006 den Europäischen Übersetzerpreis der Stadt Offenburg, 2009 den Karl-Dedecius-Preis, der vom Deutschen Polen-Institut und der Robert Bosch Stiftung an deutsche und polnische Übersetzer verliehen wird. Er ist mit je 10.000 Euro dotiert.

Bildergalerie Karl-Dedecius-Preis 2009


Dr. Andrzej Kaluza
Deutsches Polen-Institut
Alexandraweg 28
64287 Darmstadt

Fon: 06151-4985-13
Fax: 06151-4985-10
E-Mail: kaluza@dpi-da.de
Homepage: http://www.deutsches-polen-institut.de

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