Deutsches Polen-Institut
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Panorama der polnischen Literatur des 20. Jahrhunderts - 3. Abteilung: Porträts

Rezensionen

Porträts. Herausgegeben von Karl Dedecius unter Mitwirkung von Manfred Mack. Panorama der polnischen Literatur des 20. Jahrhunderts, Bd. IV. Zürich: Ammann Verlag 2000. 1056 S. DM 98,-

Sachinformation und Lesbarkeit miteinander in Verbindung zu bringen, ein Nachschlagewerk der polnischen Literatur zu schaffen, in dem jede Autorin und jeder Autor mit Fotographie, Biographie, literaturwissenschaftlicher Bewertung seines Oeuvres, Auszeichnungen, Werkverzeichnis, Übersetzungen, Sekundärliteratur, unterteilt nach polnischer und anderen Sprachen, vorgestellt wird diesem Anspruch wird der IV. Band innerhalb der Panorama-Reihe in vieler Hinsicht gerecht.

Die Biogramme sind eine polnisch-deutsche Koproduktion aus den Federn von Marta Kijowska und Hans-Peter Hoelscher-Obermaier, ein Redaktionsteam, bestehend aus internen und externen Mitarbeitern des Deutschen Polen-Instituts, bearbeitete die übrigen Biogramme. Die bibliographischen Angaben der Rubrik ,Sekundärliteratur in deutscher Sprache' gestalteten Katarzyna Batora und Grzegorz Sowula. Der erste Blick auf die Angaben zu einzelnen Autoren verdeutlicht den unterschiedlichen Forschungsstand: Während international bedeutende Schriftsteller (Z. Herbert, T. Ró¿ewicz, J. Iwaszkiewicz, Cz. Mi³osz, T. Konwicki u.a.) mit vielen Nachweisen vertreten sind, weisen die Angaben über in Deutschland weniger bekannte Autoren (z.B. Stanis³awVincenz, Aleksander Wat) noch größere Lücken auf.

Das Auswahlprinzip orientiert sich an den in den Bänden Poesie, Prosa und Pointen vorgestellten Autoren und Texten. Darauf verweisen die Einträge am Ende des jeweiligen Biogramms. Die Darstellungsinhalte in diesen Biogrammen sind wohl abgewogen in Abhängigkeit von dem Umfang und der literarischen Bedeutung der einzelnen Dichter und Schriftsteller. Die Werkbezeichnungen sind kursiv gestaltet, so daß auch hier die Übersichtlichkeit gewahrt ist. In der vorgelegten Fassung eignen sich die Porträts fiir die rasche Orientierung fiir den interessierten deutschsprachigen Leser, den Komparatisten und für den Polonisten, der nach Angaben über Werkausgaben und Sekundärquellen in polnischer Sprache sucht.

Der Anhang enthält das Abkürzungsverzeichnis, ein Verzeichnis mit Anthologien polnischer Autoren, wertvolle Hinweise zu bio-bibliographischen Nachschlagewerken in polnischer und in deutscher Sprache und den Bildnachweis. Ein Nachschlagewerk also, das auf Grund seiner erschöpfenden Übersichtlichkeit und seiner wissenschaftlichen Redlichkeit in alle Fachbibliotheken des deutschsprachigen Raumes gehört.
(Wolfgang Schlott, OSTEUROPA 2002. Nr. 6)


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