Deutsches Polen-Institut
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Inhaltsverzeichnis

Legitimation und Protest
Gesellschaftliche Unruhe in Polen, Ostdeutschland und anderen Transformationsländern nach 1989
Herausgegeben von Dieter Bingen, Maria Jarosz und Peter Oliver Loew
Veröffentlichungen des Deutschen Polen-Instituts, Bd. 31
Wiesbaden: Harrassowitz 2012

Coverabbildung von Krzysztof Iwin
(http://galeria-brama.art.pl/)

Mit dem politischen Umbruch von 1989/1990 setzte in den ehemaligen kommunistischen Staaten ein Transformationsprozess ein, der aufgrund seiner Tiefe und Nachhaltigkeit auf die Ablehnung politischer, sozialer, kultureller und ökonomischer Betroffenengruppen stieß. Es entwickelten sich unterschiedliche Formen von sozialem und politischem Protest, angesichts derer sich die politischen und sozialen Ordnungsvorstellungen, die Institutionen und die Politiker in den jungen Demokratien und auch in dem vereinigten Deutschland einem immer wieder neuen Legitimationsdruck ausgesetzt sahen und sehen.

Welche Bedeutung haben Proteste und neue soziale Bewegungen für die Transformationsgeschichte Ostmitteleuropas? Wie konnten sich die Institutionen und die Repräsentanten der demokratischen Ordnung gegenüber dem Protestpotenzial und der Protestartikulation, aber auch gegenüber der Mehrheit der Gesellschaft legitimieren? Wie wurde auf den Druck »von unten« politisch reagiert? Wurden politische Ziele bzw. Instrumente der Reformpolitik korrigiert?

Der Band gibt darauf mit Fallbeispielen aus Deutschland, Polen, Tschechien, Ungarn und der Ukraine Antworten.


Inhaltsverzeichnis

Einleitung
Dieter Bingen, Maria Jarosz, Peter Oliver Loew
(7)

Populismus, Protest und Systemtransformation

Stefan Garsztecki: Populismus und Streitkultur in Ostmitteleuropa im Vergleich (15)
Klaus Bachmann: Populismus – Gefahr oder Chance für die Demokratie? (31)
Maria Jarosz: 1989 und die Jahre danach. Licht und Schatten der polnischen
Transformation (50)
£ukasz Scheffs: »Recht und Gerechtigkeit« (PiS) als Protestpartei? Eine kurze politologische
Reflexion (70)
Martin Dahl: Die sozialen Kosten der Systemtransformation in Polen nach 1989 unter
besonderer Berücksichtigung gesellschaftlich ausgegrenzter Familien (85)
Piotr Kocyba: Die »Bewegung für die Autonomie Schlesiens« und ihre
Transformationskritik Anfang der 1990er Jahre (96)

Rechtsradikalismus und Antisemitismus

Aron Buzogány: Risse im System. Der Aufstieg der radikalen Rechten in Ungarn (115)
Florian Ferger: Alles Verlierer? Die Modernisierungsverliererhypothese auf dem
empirischen Prüfstand (139)
Daniel Fleisch: Das Auftreten antisemitischer und nationalistischer Ressentiments
in Protesten gegen die Systemtransformation (152)

»Alter« und »neuer« sozialer Protest

Marcus Böick: »Aufstand im Osten«? Sozialer und betrieblicher Protest gegen
Treuhandanstalt und Wirtschaftsumbau in den frühen 1990er Jahren (167)
Piotr Antoniewicz: Anatomie der Antiglobalisierungsproteste in Polen (186)
Adam Ostolski: Ökologie, Demokratie und Moderne. Umweltproteste in Polen seit 1989 (204)
Marta Trawiñska: Geschlecht und Transformation. Die Frau als Subjekt der gesellschaftlichen
Veränderungen in Polen (219)
Andrea Priebe, Dorothée Marth: Weiblichkeit als politisches Happening? Sozialer Protest in der Ukraine am Beispiel der Gruppe FEMEN (237)
Agnieszka Zagañczyk-Neufeld: Zivilgesellschaft oder Eliten-Demokratie? Protestkultur in Polen:
zivilgesellschaftlicher Ansatz und neopositivistischer Diskurs (247)

Legitimität und Erinnerungskultur

Piotr Forecki: Gräber und Erinnerung. Die Auseinandersetzungen um die Begräbnisstätten
von Lech Kaczyñski und Czes³aw Mi³osz (263)
Peter Römer: Geschichtspolitik und Erinnerungskultur. Die Aufarbeitungsprozesse
in Deutschland und Polen nach 1989 als Geschichte von Transfer und Verflechtung (286)

Biogramme (305)
Personenregister (311)


 
 
   
 


Aktuelles:
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