Deutsches Polen-Institut
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Rezensionen zu: Andrzej Chwalba

"... besticht die Darstellung durch ihre Ausgewogenheit: Chwalba scheut klare Urteile nicht, beispielsweise wenn er die ökonomischen Interessen der ehemaligen Nomenklatur[a] im Übergangsprozess zur Marktwirtschaft oder die Klientelpolitik des postkommunistischen SLD benennt. [...] Auch zieht Chwalba immer wieder internationale Vergleiche und zeigt so, dass manches, was auf den ersten Blick als spezifisch polnisches Problem erscheinen mag - wie das Fehlen von Volksparteien -, auch als nur nationaler Ausdruck eines internationalen Entwicklungstrends gesehen werden kann. Erfrischend ist schließlich, wie der Autor bestimmte Beobachtungen ins Positive zu wenden weiß [...]. Auch polenkundige Leserinnen und Leser dürften in diesem Buch noch auf unbekannte Aspekte der postkommunistischen Wirklichkeit Polens stoßen."

Robert Brier, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 60 (2012), H. 3, S. 443-444.


"Dass es sich bei seiner hier anzuzeigenden Publikation nicht um eine akademische Darstellung handelt, sondern eine Art historischen Essay, gibt Chwalba bereits im Vorwort zu erkennen. (...) Chwalbas Betrachtung zeichnet sich durch einen scharfen Blick aus, der auch die scheinbar entlegensten Details kundig einordnen kann. (...) Das Buch bietet für Leser, die sich in postsozialistischen Gesellschaften - mit Ausnahme der DDR - nicht so auskennen, einen hervorragenden Einblick in die Transformationsprozesse. (...) dass derzeit keine bessere Darstellung der Veränderung der Gesellschaft Polens seit 1989 vorliegt. Schon deshalb ist das Buch jedem zu empfehlen, der einigermaßen auf dem Laufenden sein möchte".

Markus Krzoska, in: H-Soz-u-Kult, 20.4.2010 (zur vollständigen Rezension)


"(...) eine soziologisch-politische Analyse des heutigen Polen - der 'Dritten Republik', die sich, wie der Verfasser eindrücklich zeigt, trotz ihrer Entstehungsgeschichte als 'Provisorium' politisch gefestigt hat. (...) ein beeindruckendes Panorama der polnischen Gesellschaft, mit zahlreichen treffenden Detailbeobachtungen. Diese (dem deutschsprachigen Publikum) zugänglich zu machen, ist das große Verdienst des Autors und des Deutschen Polen-Instituts."

Rahel Èerná-Willi, in: Glaube in der 2. Welt, Nr. 3/2010, S. 30.


"(...) ein Buch, das einen profunden Überblick über die Zeitspanne von 1989 bis 2005 gibt (...). Diese gut übersetzte und leserfreundlich verfasste 'Kleine Geschichte der Dritten Republik Polen' stellt ganz im Sinne ihres Verfassers keine akademische Abhandlung dar, sondern ist als historischer Essay angelegt, der auch einen deutschen Leser anregen soll, sich Gedanken über einen außerordentlich schwierigen und spannenden Zeitabschnitt polnischer Geschichte zu machen. Dies ist Andrzej Chwalba zweifellos gelungen."

ZW, in: Aktuelle Ostinformationen 1/2 2010, S. 76-80.


"In Chwalbas Darstellung tritt die große Bedeutung polnischer Erfahrungen aus der Vergangenheit deutlich zutage, die sich etwa aus dem aus kommunistischer Zeit geerbten Misstragen gegenüber dem Staat oder an den belasteten Beziehungen zu Deutschland und Russland zeige. So ist das Buch nicht nur aus zeithistorischem Interesse wertvoll, sondern auch hilfreich für das Verständnis aktueller gesellschaftlicher und politischer Probleme. (...) ein gut lesbares, populärwissenschaftliches Werk, das über die insgesamt erfreuliche Entwicklung von Staat und Gesellschaft, aber auch über die noch zu bewältigenden Probleme Polens aufklärt. Der deutsche Leser erhält (...) eine an manchen Stellen unkonventionelle, aber gerade deswegen wertvolle BIlanz "aus dem Inneren" Polens, die hierzulande bisher fehlte.

Peter Römer, in: Osteuropa 60 (2019), H. 10, S. 136 f.

 
 
   
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