"Der vorliegende Band erweist sich [...] als interessante und lesenswerte Zusammenstellung ökonomischer Perspektiven auf die deutsch-polnische Beziehungsgeschichte des vergangenen Jahrhunderts mit einem Blick in die Gegenwart. [...] Der Band vermag [...] zu zeigen, dass es in der Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen und Verflechtungen des 20. Jahrhunderts noch einige Unbekannte gibt, zu denen die ökonomische Dimension der Nachbarschaft mit Sicherheit zählt. [...]
Insgesamt gelingt es den Autoren nachzuweisen, 'dass wirtschaftliche Verflechtung und gute politische Beziehungen nicht immer parallel verlaufen müssen' (Nikolaus Wolf, S. 328) und beide je eigenen Handlungszwängen folgen können."
Andreas Frings, in: H-Soz-u-Kult, 4.7.2008
Zur vollständigen Rezension
"Der Tagungsband stammt aus der Publikationsreihe des Deutschen Polen-Instituts und deckt eine Vielzahl unterschiedlicher Aspekte aus der Geschichte der deutsch-polnischen Beziehungen ab."
Ost-Ausschuss-Informationen 4/2008, S. 22
"Der anregende Band entdeckt über die 'reine' Wirtschaftsgeschichte und die Wirtschaftswissenschaften hinaus die Rolle der Ökonomie in den Beziehungen zwischen Deutschland und Polen im 20. Jahrhundert. Er zeigt, dass der ökonomische Faktor nicht eindimensional oder monokausal ist. Der in deutsch-polnischer Zusammenarbeit entstandene Band ist anregend und zudem gut lesbar, so dass ihm weite Verbreitung zu wünschen ist."
W.K. [Wolfgang Kessler], in: ABDOS-Mitteilungen 28 (2008), Nr. 1, S. 27 f.
"Ein besonderer Schwerpunkt der Publikation sind Untersuchungen zum Verhältnis von ökonomischen, ideologischen und moralisch-ethischen Fragen in den deutsch-polnischen Beziehungen. (...) Ein weiterer Schwerpunkt sind die aktuellen Aspekte der deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen und der polnischen Wirtschaftspolitik."
Hans-Georg Draheim, in: Polen und wir 1/2009, S. 25.
"Die Beiträge des Bandes machen deutlich, daß es umfassender Forschungen vor allem anhand archivalischer Quellen im regionalen und internationalen Bwereich bedarf, um viele hier formulierten Thesen zu überprüfen und Fragen zuverlässiger zu beantworten. Die Verfasser dürfen sich als Verdienst anrechnen, dazu Denkanstöße gegeben zu haben."
Stefan Hartmann, in: Preußenland 47 (2009), H. 2, S. 68-70.
Für die letzten hunderr Jahre die deutsch-polnischen Wirtschaftsbeziehungen thematisiert zu haben, stellt ein großes Verdienst des Polen-Instituts dar, das 2007 eine entsprechende Tagung veranstaltete, auf welche das vorliegende Sammelwerk zurückgeht. (...)
Das einführende Referat (Wolf) sowie das abschließende (Bingen) bilden einen vorzüglichen Rahmen. Ersteres behandelt die Problematik aus historischer Sicht, in welcher Polen immer der von Deutschland abhängige Partner war. Letzteres konzentriert sich auf die moralische Dimension, als nach dem Zweiten Weltkrieg der "Menschenhandel" die Wirtschaftsbeziehungen bestimmte (westdeutsche Zugeständnisse gegen polnische Ausreisegenehmigungen für Angehörige der deutschen Minderheit). (...)
Alles in allem ein sehr aufschlussreiches Sammelwerk zu einem bislang vernachlässigten Thema.
Bernd Martin, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 59 (2011), H. 1, S. 125 f.