Deutsches Polen-Institut
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Rezensionen

Die Diskussion über die EU-Verfassung hat auch die Meinungsverschiedenheiten zwischen Deutschland und Polen an den Tag gelegt. Entstehen wieder die alten Fremd- und Feindbilder, weil beispielsweise Polen um seine Interessen zu vertreten auch bei der Argumentation in die Geschichte zurückgreift? Ein aktuell erschienenes Buch geht auf "Die Destruktion des Dialogs" ein.

SWR International, 25.6.2007


The extensive volume published in the outstanding series of Deutsches Polen-Institut, Darmstadt (DPI) is declared an answer to the question of historical preconditions of newest developments in the field of Polish-German dialogue. The editors rightly notice the backlash of negative national stereotypes in public discourse of both countries as well as the general change of the language of politics particulary in Poland. (...) the volume (...) gives a wide perspective ot the Polish (to the lesser extent also German, Czech and Dutch) problematic dealing with "otherness" in its most critical moments. (...)

Maciej Górny in: H-Soz-u-Kult vom 15.8.2007
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"Interessant sind (...) neben vielen bereits hinlänglich bekannten und gefestigten Deutungen diejenigen Befunde, die verdeutlichen, dass die auf der Makroebene erzeugten und gut funktionierenden Feindbilder den auf der Mikroebene existierenden wechselseitigen Wahrnehmungen durchaus nicht entsprechen müssen. (...)
Den Band schließen ausgewählte, sehr lesenswerte Diskussionsbeiträge deutscher und polnischer Konferenzteilnehmer ab. Ein deutlicher, wohl durchaus beabsichtigter Hinweis darauf, dass die Destruktion des Dialogs in der Tat nur durch seine intensive Wiederbelebung behoben werden kann."

Z[bigniew] W[ilkiewicz], in: Aktuelle Ostinformationen 2007, H. 3/4, S. 89-93.


"Wenn man sich fundiert mit den bestehenden deutsch-polnischen Problemen auseinandersetzen will, bekommt man mit dem Buch 'Die Destruktion des Dialogs' eine sehr gute Informationsquelle."

Agnieszka Rzek, in: Polen und wir 1/2008, S. 17.


"In 27 Beiträgen werden in Polen, Tschechien und den Niederlanden bestehende negative Deutschlandbilder untersucht [...]. Nicht wenigen Autoren ist anzumerken, daß sie ehrlich nach Möglichkeiten suchen, die Kette immerfort neuer Instrumentalisierungen von Fremd- und Feindbildern zu durchbrechen."

Helmut Neubach, in: Das Historisch-Politische Buch, 2008

"Der Tagungsband kann als Aufruf gegen eine instrumentalisierte 'Destruktion des Dialogs' gelten und nimmt weder die Herrschenden noch jeden einzelnen aus der Verantwortung, der gegenseitigen Entfremdung entgegenzutreten."

J.W., in: Zeitschrift für Politikwissenschaft online, 1.4.2008

"Das Konzept (...) des Buches greift dabei zeitlich und räumlich weit aus. Zum einen werden die historischen Wurzeln bis ins 19. Jahrhundert verfolgt, zum anderen werden Tschechien und die Niederlande als 'Vergleichsfälle' herangezogen. In einem großen Bogen sollen also die Konstruktionsmechanismen von negativen Fremdbildern, ihre Muster und Akteure, ihre gesellschaftliche Resonanz sowie ihre Bedeutung für die kollektive (meist nationale) Identitätsbildung in den Blick genommen werden."

Stephan Scholz, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas57 (2009), H. 3, S. 465-467, zugleich in www.oei-dokumente.de
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(...) erlaubt das Buch von Ch.[walba] einen anregenden Einblick in die Befindlichkeiten der polnischen Gesellschaft. Die Darstellung von Haupt- und Randdiskursen, die in der polnischen Öffentlichkeit in Bezug auf die jeweils analysierten Bereiche thematisiert und politisiert wurden, ist in dem Essay stets präsent. Vor allem die scharfsichtige Analyse der für die Fragestellung des Buches einschlägigen Debatte zur geopolitischen Weichenstellung Polens schafft eine einleuchtende kontextuelle Einbettung für den NATO- und EU-Beitritt des Landes.
Der wichtigste Erkenntnisgewinn des Buches ist jedoch die anregende empirische Auseinandersetzung des Vf.s mit den - ostmitteleuropäischen Gesellschaften typischerweise zugeschriebenen - leninist legacies, ein Motiv, das als der rote Faden des Essays gesehen werden kann. (...)
Das Buch von Ch. ist insofern eine einladende und interessante Lektüre über die vielfältigen und facettenreichen Aspekte polnischer post-kommunistischer Modernisierung. Die Konstruktion des Essays setzt einige Vorkenntnisse der dargestellten Geschehnisse voraus, bietet aber gleichzeitig einen erkenntnisreichen, diskursanalytischen Überblick über die Windungen des Weges, den die polnische Gesellschaft in den letzten zwei Dekaden gegangen ist.

Bartek Pytlas, in: Zeitschrift für Ostmitteleuropaforschung 60 (2011), H. 1, S. 144 f.

 
 
   
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