Deutsches Polen-Institut
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Rezensionen

"Warum die Forderungen der Kaczynskis nach einer 'moralischen Revolution', einer starken Exekutive, verschärften Strafgesetzen und einer nachholenden Entkommunisierung so viel Zuspruch erfuhren, zeigt die Warschauer Soziologin Maria Jarosz. Ihre Studie, die in Polen 2004 für Aufsehen sorgte, beleuchtet die Rückseite der Transformation. Sie zeichnet das düstere Bild eines von Korruption, Misswirtschaft und Willkür zermürbten Staates, der von breiten Schichten abgelehnt wird. (...)"

Andreas Mix: Der Staat als Beute. In: Berliner Zeitung vom 15. Februar 2006


"Fast fühlt man sich an Karl Marx erinnert, der behauptete, geschichtliche Ereignisse würden sozusagen zweimal stattfinden: das eine Mal als Tragödie, das andere Mal als Farce.
Immerhin gibt es in der polnischen Zeitgeschichte seit 1989 einige Phänomene, die Marx' These bestätigen. Dazu zählt beispielsweise das rabiat vorgetragene Bemühemn der seit Herbst regierenden Nationalkonservativen, Posten für Vorstände und Aufsichtsräte großer Staatsunternehmen mit eigenen Parteikadern oder Sympathisanten zu besetzen.
Die renommierte polnische Soziologin Maria Jarosz hat nun ein neues Buch vorgelegt (...). Darin beweist sie, dass derlei Rochaden keineswegs nur eine Spezialität konservativer Kräfte sind. (...)
Die Korruption der Macht, schreibt sie, sei ein zeitloses Phänomen (...). Eine durchgreifende Reform des Staates, so das Fazit dieses ausgesprochen lesenswerten Buches, habe es trotz Mitgliedschaft in der Europäischen Union bis heute nicht gegeben."

Reinhold Vetter in: Handelsblatt vom 3. März 2006


"Diese mutige und kompetente Studie (...) stellt eine Pflichtlektüre für jeden dar, der sich heute ernsthaft mit dem deutsch-polnischen Verhältnis beschäftigt."

Alfred Theisen in: Schlesien heute 9 (2006), Nr. 3, S. 5


"Aus der Sicht eines Wirtschaftswissenschaftlers kann aus dem aufschlussreichen und hohen wissenschaftlichen Standards entsprechenden Buch von Maria Jarosz gefolgert werden, dass in der polnischen Systemtransformation die ordnungspolitische Aufgabe des Staates im Vergleich zur mikroökonomischen Liberalisierung und makroökonomischen Stabilisierung in den Hintergrund geraten ist. (...) Aus deutscher Sicht wäre es höchst interessant, die im Buch aufgegriffenen Schattenseiten der Systemtransformation in Polen mit der gleichen Fragestellung in den Neuen Bundesländern zu vergleichen."

Piotr Pysz in: Osteuropa Wirtschaft 51 (2006), H. 1, S. 83-87


"Überaus spannend zu lesen ist (...) die Studie der Warschauer Soziologin (...). Dieses Buch hat wegen seiner provokanten Thesen im Land erhebliche Diskussionen ausgelöst. Nun liegt es auf Initiative des renommierten Deutschen Polen-Instituts auch in deutscher Sprache vor (...).
Das Buch von Jarosz macht deutlich, warum Polen in den kommenden Jahren vor einer schwierigen Wegstrecke steht. Eine Rückbesinnung auf 'nationale Größe' und mögliche Sonderwege wird das Land jedenfalls nicht aus der Sackgasse führen."

Burkhard Steppacher in: Bonner Generalanzeiger vom 26. 10. 2006


"Was ist in Polen los? Angesichts der Politik der Kaczynski-Brüder werden die Fragen dringender. Hinweise auf die Probleme, mit denen das Land ringt, kann ein Buch der Soziologin Maria Jarosz geben, das (...) in Polen großes Aufsehen erregte. Man kann sich denken, weshalb: Es iost der erstaunlich offene, engagierte Blick, den sie auf die polnische Wirklichkeit richtet. (...)
Weil das Buch einen instruktiven, ungewöhnlichen Blick auf unser Nachbarland eröffnet, gebührt dem Deutschen Polen-Institut Dank, das (...) sein Erscheinen auf Deutsch ermöglicht."

Hermann Rudolph in: Tagesspiegel vom 13. 11. 2006


"Die in ihrer bewussten Einseitigkeit glänzende Analyse verdient auch außerhalb eines engeren Poleninteresses Beachtung: Durch die EU-Osterweiterung sind wir - nicht nur - mit Polen eng wirtschaftlich und politisch verbunden, so dass wir die aufgezeigten Entwicklungen aufmerksam verfolgen sollten."

Wolfgang Kessler in: ABDOS-Mitteilungen 26 (2006), N. 1, S. 26


"In Polen hat Jaroszs Buch für einigen Wirbel gesorgt. Die Probleme der gesellschaftlichen Transformation werden von der Professorin für Soziologie an der Polnischen Akademie der Wissenschaften deutlich herausgearbeitet."

Zeitschrift für Politikwissenschaften 2006, H. 4, S. 1511


"Wie die Eliten mit der Macht umgehen, ist ein Hauptthema der brillant verfassten Analyse des polnischen politischen Systems nach 1989 durch die polnische Soziologin Maria Jarosz. (...) Trotz aller Düsterheit, die Jarosz' Analyse von Anfang bis Ende begleitet (...), hofft die Soziologin, dass die politischen und wirtschaftlichen Eliten sich in absehbarer Zeit wirksamen Kontrollmechanismen unterwerfen werden".

Andreas Künzli, in: www.osteuropa.ch, Sept. 2007
Vollständige Rezension unter: http://www.osteuropa.ch/Rezensionen/Rez_Harrassowitz_Polen_Jarosz.pdf



"Nach der Lektüre der deutschen Ausgabe des Buches drängt sich die Frage auf, welche der beiden Leistungen die bemerkenswertere ist - die der Autorin oder die des Übersetzers. (...) ist die Tatsache, dass einem der polnischen Sprache nicht mächtigen, aber am Schicksal der Polen interessierten Zeitgenossen eine scharfsinnige Analyse der sozialen, gesellschaftlichen und politischen Wirklichkeit Polens zugänglich gemacht wird, von unschätzbarem Wert.
Von Maria Jarosz ist man gewohnt, dass sie recht treffsicher die Wunden berührt und sich nicht scheut, Dinge beim Namen zu nennen. So bietet sie dem Leser auch in diesem Buch eine schonungslose und vielschichtige Betrachtung der Schattenseite der polnischen Wirklichkeit nach 1989."

Bernadette Jonda, in: Inter Finitimos 5 (2007), S. 248-252.


"Die 'polnische Realität' wird in diesem Buch auf der Grundlage von (teilweise unveröffentlichten) Primärquellen, Umfragen, journalistischem Material sowie von Ergebnissen der umfangreichen Fachliteratur analysiert."

Adalbertusforum Nr. 41, Juni 2008, S. 37

 
 
   
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