"Gelegentlich mit heißem Herzen, doch mit kühlem Kopf geschrieben, scheinen in diesem Buch grundlegende Streitfragen auf, welche die Debatte künftig bestimmen könnten."
(Gerhard Gnauck in: Die Welt vom 6. März 2004)
"Doch macht die Lektüre deutlich, dass sowohl die Darstellung des Jahrhundertphänomens Vertreibung als auch die Kommunikation zwischen den überaus unterschiedlichen europäischen Erinnerungskulturen ein komplexes Unterfangen ist. Der Band präsentiert viele offene Fragen und weniger fertige Handlungsanweisungen, wie ein 'europäisches Zentrum gegen Vertreibungen' aussehen könnte. Er ist damit ein authentisches Zeugnis der gegenwärtigen Debatte." (Claudia Kraft in: Archiv für Sozialgeschichte online 44/2004)
"Der Band ist zunächst ein Dokument der Selbstreflexion."
(Stefan Dietrich in: Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 15. Mai 2004)
"(...) ist dem Fazit der Herausgeber nur zuzustimmen, dass sich die Vertreibung von mehr als sechzig Millionen Menschen nicht für politische Instrumentalisierung und ethnozentrische Nabelschau eignen. Und es ist genauso richtig, dass eine freie wissenschaftliche Auseinandersetzung in einem der europäischen Erinnerungskultur verpflichtetem Diskurs nötig ist. Dabei muss sich die deutsche Erinnerungskultur in den Rahmen Europas stellen und die übernationalen Werte europäischer Kultur anerkennen. (...)"
(Rainer Eckert in: Deutschland Archiv 2004, H. 2, S. 327 f.)
"Die Herausgeber verfolgen ausdrücklich neben dem rein wissenschaftlichen auch ein politisch-gesellschaftliches Ziel. Sie wollen einen fundierten Beitrag zu einer Diskussion leisten, die seit 2003 an Vehemenz gewonnen hat und in manchen Medien ins Unsachliche abzugleiten drohte: der Frage, ob und wo ein Zentrum gegen Vertreibungen gegründet werden sollte."
(WR in: Zeitschrift für Politikwissenschaft 2/2004, S. 746 f.)
"Was diese Publikation (...) bietet, ist eine Zwischenbilanz, wie sich die wissenschaftlich-publizistische Community einen Umgang mit Vertreibungsgeschichte vorstellt."
(Frank Golczewski in seiner Sammelbesprechung: Ziemlich weit und doch am Anfang. Zum Stand der Aufarbeitung von Vertreibung, in: Osteuropa 55/2005, H. 2, S. 116-120)
"Der Sammelband gibt einen aktuellen Überblick über den Diskussionsstand. (...) Den meisten Beiträgen geht es nicht darum, ein Konzept für eine Gedenkstätte zu erarbeiten, sondern um Darstellung der geschichtlichen Vorgänge und ihr Fortleben in der Erinnerung. Neben die Optik der betroffenen Völker treten neue Sichtweisen, die Problematik zusammenhängend aus europäischer Sicht darstellen."
(Martin Holz in: Baltische Studien 90/2004, S. 300)
"För att inleda en europeisk diskurs på bred bas ordnade det tysk-polska institutet år 2002 en kongress i Darmstadt, där fyrtio forskare från olika europeiska länder, Israel och USA analyserade fördrivningen vid krigsslutet och satte den i samband med andra tvångsmigrationer i Europas historia."
(Barbro Eberan in: Svenska Dagbladed vom 15. März 2005)
"Der Tagungsband zur Frage, ob und wie man 'Vertreibungen europäisch erinnern' solle, bringt nicht nur etliche Einzelfall-Informationen für eine europäische Vertreibungsgeschichte im 20. Jahrhundert, sondern führt auch Chancen und Grenzen einer auf Europa und das 'kurze' 20. Jahrhundert beschränkten Deutungsperspektive klar vor Augen – je nach Standpunkt überzeugend oder enttäuschend."
(Michael Schwartz in: H-Soz-u-Kult vom 18. Mai 2005)
Zur vollständigen Rezension
"Auch wenn die Mehrzahl der Tagungsteilnehmer Kritiker der von ihnen als zu national orientiert angesehenen Konzeption des BdV für ein Zentrum gegen Vertreibungen sind, so bieten die dort erreichten (Zwischen-)Ergebnisse dennoch eine gute Ausgangsposition für die weitere, sich hoffentlich immer mehr versachlichende Diskussion. Allen daran Beteiligten ist eine sorgfältige Lektüre dieses gelungenen Bandes anzuraten."
(Matthias Stickler in: Das historisch-polititische Buch 53/2005, H. 3)
"In many ways, the book under review provides an ideal path into [the] fraught debate. (...) Althought complex and still in its infancy, the history of expulsions is an important story, and this volume introduces the reader to many of the complexities."
(Robert L. Nelson in: Slavic Review 65 (2006), H. 1, S. 162 f.)
"Der Band sei als zurzeit wohl beste Einführung in die Diskussion um ein 'Zentrum gegen Vertreibungen' empfohlen."
(Hans-Jürgen Bömelburg in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas 53 (2005), H. 4, S. 570 f.)