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Tagungsprogramm
Legitimation und Protest
Gesellschaftliche Unruhe in Polen, Ostdeutschland
und anderen Transformationsländern nach 1989
Tagung, Berlin, 23./24. September 2010
Tagungsort: Hessische Landesvertretung, In den Ministergärten 5
Veranstalter: Deutsches Polen-Institut Darmstadt (Dieter Bingen, Peter Oliver Loew), Instytut Studiów Politycznych PAN Warschau (Maria Jarosz)
Donnerstag, 23. September 2010
Ab 9.30 Begrüßungskaffee
10.30 Uhr Dieter Bingen, Maria Jarosz, Peter Oliver Loew: Begrüßung, Einführung
10.45 Uhr Impulsreferat
Dieter Rucht (Berlin): Repertoires politischen Protests. Theoretische Überlegungen und empirische Befunde zu kollektivem Protest im innerdeutschen Vergleich (30 min.)
11.30 Uhr Panel I: Arbeiterproteste
Moderation: Stefan Garsztecki (Chemnitz)
Marcus Böick (Bochum): »Aufstand im Osten«. Sozialer und betrieblicher Protest gegen die Treuhandanstalt in den frühen 1990er Jahren (20 min.)
Matthias Ammer (Göttingen): Disziplinierung der Arbeiter und Kanalisierung wirtschaftlicher Unzufriedenheit – Die Gewerkschaft Solidarno¶æ und Arbeitskämpfe in Polen nach 1989 (20 min.)
Wojciech B³asiak (Krakau): Soziale Proteste im Steinkohlenbergbau in Polen nach 1989: Hintergrund, Ursachen, Verlauf, Konsequenzen (20 min.)
13.15 Uhr Mittagspause
14.15 Uhr Impulsreferat
Klaus Bachmann (Warschau): Populismus – Bedrohung oder Chance der Demokratie? (30 min.)
15.00 Uhr Panel II: Populismus und Protest
Moderation: Klaus Bachmann (Warschau)
Stefan Garsztecki (Chemnitz): Populismus und Streitkultur in Ostmitteleuropa im Vergleich (20 min.)
Andreas Pribersky (Wien): Nach dem »Realen Sozialismus« die »EUdSSR«? Zu einer vergleichenden Rekonstruktion der Entstehung der »neuen Rechten« in Ungarn aus der Protestbewegung des Jahres 2006 (20 min.)
£ukasz Scheffs (Posen): »Recht und Gerechtigkeit« als Protestpartei? Eine kurze politologische Reflexion (20 min.)
Kaffeepause
A. Jan Kutylowski (Oslo/Warschau): Delegitimation, Unzufriedenheit und Protestpotential in der ehemaligen DDR und Polen, 1990-2010: Eine vergleichende makroskopische Sicht mit einigen mikroskopischen Überlegungen (20 min.)
Piotr Kocyba (Chemnitz): Der Ruch Autonomii ¦l±ska und der Zwi±zek Ludno¶ci Narodowo¶ci ¦l±skiej: Von einer regionalen Identität zur ethnischen Form sozialen und politischen Protests (20 min.)
Oleksandr Svetlov (Kiew): Zivilgesellschaft vs. Kutschismus: Protest und die ukrainische »Orange Revolution« (20 min.)
20.00 Uhr Abendvortrag
Maria Jarosz (Warschau): Das Jahr 1989. Glanz und Elend der polnischen Transformation
Kommentar
Martin Dahl (Warschau): Die sozialen Kosten der Systemtransformation in Polen nach 1989 (20 min.)
Freitag, 24. September 2010
9.30 Uhr Panel III: Rechtsradikalismus und Antisemitismus
Moderation: Dieter Bingen (Darmstadt)
Aron Buzogany (Speyer): Risse im System: Der Aufstieg der radikalen Rechten in Ungarn (20 min.)
Florian Ferger (Leipzig): Rechtsextremismus als Protestform der Verlierer im Transformationsprozess? Eine empirische Überprüfung der »Modernisierungsverliererhypothese« (20 min.)
Daniel Fleisch (Mainz): Antisemitismus in Polen nach 1989 (20 min.)
Kaffeepause
11.30 Uhr Panel IV: Legitimität und Erinnerungskultur
Moderation: Peter Oliver Loew (Darmstadt)
Piotr Forecki (Posen): Gräber und Erinnerung. Der Streit um die Begräbnisstätten von Czes³aw Mi³osz und Lech Kaczyñski (20 min.)
Peter Römer (Münster): Streit um die Aufarbeitung kommunistischer Vergangenheit in Deutschland und Polen – (K)ein vergleichbarer Verlauf? (20 min.)
13.00 Uhr Mittagspause
14.30 Uhr Panel V: Neuer sozialer Protest
Moderation: Dieter Rucht (Berlin)
Piotr Antoniewicz (Breslau): Anatomie der globalisierungskritischen Proteste in Polen. Zwischen Moderne und Postmoderne (20 min.)
Adam Ostolski (Warschau): Ökologie, Demokratie und Moderne. Umweltproteste in Polen seit 1989 (20 min.)
Andrea Priebe (Jena), Dorothée Marth (Jena): Weiblichkeit als politisches Happening. Mit den Waffen der Frauen für politische Verantwortlichkeit (20 min.)
Marta Trawiñska (Breslau): Geschlecht und Transformation. Die Frau als Gegenstand des gesellschaftlichen Wandels in Polen (20 min.)
Agnieszka Zagañczyk-Neufeld (Berlin/Bochum): Zivilgesellschaft oder Eliten-Demokratie? Problematische Koexistenz des zivilgesellschaftlichen Ansatzes und des neopositivistischen Diskurses für die Protestkultur in Polen (20 min.)
18.30 Uhr Schlussdiskussion
Gefördert von:
Deutsch-Polnische Wissenschaftsstiftung
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