Deutsches Polen-Institut
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Hans Christian Trepte

Podró¿ny ¶wiata
Czes³aw Mi³osz - Zwischen Litauen und der Welt

Der Nobelpreisträger Czes³aw Mi³osz gehört zu jenen in polnischer Sprache schreibenden Schriftstellern, die erfolgreich den Bannkreis des „ewig Polnischen“ (b³edne ko³o polsko¶ci) durchbrachen. Seine Biographie wie auch sein schriftstellerisches Werk legen Zeugnis davon ab, dass Mi³osz als Lyriker, Prosaist, Essayist, Übersetzer und Literaturhistoriker zu den von Andrzej Bobkowski charakterisierten „Kosmopolen“ zu zählen ist. In der Auseinandersetzung mit dem „eingepökelten Polentum“ spricht sich Mi³osz für eine weitgefasste, flexible, liberale Interpretation von „polsko¶æ“ aus. Diskutiert wird die „Existenz einer litauischen Literatur polnischer Zunge“ ebenso wie die Auseinandersetzung des Schriftstellers mit der polnisch-litauischen Geschichte, mit Tradition und Erbe, die vor allem im Exil zumeist im Vergleich mit dem „Westen“, d.h. (West)Europas und Nordamerikas erfolgt. Untersucht wird Miloszs Verhältnis zu Sprache und Philosophie, zu Patriotismus, Heimat und Vaterland, aber auch sein Einfluss auf andere Schriftsteller, die nicht in polnischer Sprache schreiben. Damit kann der Blickwechsel – „Under Western and/or  Eastern Eyes“, unter besonderer Berücksichtigung des Adressaten-, Sprach- und Codewechsels, aber auch der Spurensuche und Neuentdeckung des „anderen Europas“ genauer analysiert werden.


Dr. Hans Christian Trepte (geb. 1950) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Slavistik der Universität Leipzig

 
 
   
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