Deutsches Polen-Institut
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Band 9: Maria Ossowska

Das ritterliche Ethos und seine Spielarten

Aus dem Polnischen von Friedrich Griese
221 Seiten
ISBN: 978-3-518-41893-2
EUR 24,80

Maria Ossowska, Grande Dame der polnischen Geisteswissenschaften, analysiert in ihrem Essay das Konzept des ritterlichen Ethos in seinen historischen Spielarten und zieht darin die Simme ihres wissenschaftlichen Lebens. In einem gewaltigen Bogen, der sich vom antiken Griechenland über die Germanen und das europäische Mittelalter bis hin zum britischen Gentleman und zu ritterlichen Verhaltensweisen in der Neuen Welt spannt, behandelt sie Lebensstile, kulturelle Orientierungen und Wertvorstellungen.
Ossowskas Ausführungen zur Kultursoziologie und Moral der Ritterlichkeit, die einen besonderen Reiz durch die Berücksichtigung der ostmitteleuropäischen Literatur gewinnen, sind alles andere als trockene Soziologenkost: Indem sie den homerischen Helden, den spartanischen Krieger, den "hochgesinnten" Germanen, den mittelalterlichen Ritter, den neuzeitlichen Höfling sowie den modernen Gentleman oder Kavalier in ihre jeweiligen historischen Kontexte stellt, entstehen abwechslungsreiche Panoramen der verschiedenen moralischen Lebenswelten.

Maria Ossowska (1898-1974) wurde mit ihren Arbeiten zur Soziologie und Psychologie der Moral bekannt. Sie zählt zu den unbestrittenen intellektuellen Autoritäten Polens. Auf deutsch erschienen ist: Gesellschaft und Moral. Die historische und soziale Bedingtkeit sittlicher Grundhaltungen (1972).


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