Deutsches Polen-Institut
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Band 7: Polen und der Osten

Texte zu einem spannungsreichen Verhältnis.
Herausgegeben von Andrzej Chwalba

Aus dem Polnischen von Jan Conrad, Friedrich Griese, Jürgen Heyde, Nina Kozlowski, Peter Oliver Loew und anderen.

533 Seiten
ISBN 3-518-41731-2
EUR 38,00


Polens Osten ist weit. Da sind die einstigen Ostgebiete – das historische Staatsgebiet der Adelsrepublik reichte bis Kiev und Smolensk. Da sind die östlichen Nachbarn – Russen, Ukrainer, Weißrussen, Litauer. Der Osten bereicherte das Land, barg aber auch Gefahren.
Das vielschichtige Spannungsverhältnis zwischen Polen und dem Osten prägt das politische Denken und die Kultur des Landes. Einige Stichworte: Russifizierung und imperiale Machtpolitik, kommunistische Bedrohung, neue osteuropäische Nationalismen, Bürgerkriege, Flucht und Vertreibung, die Zugehörigkeit zum »Ostblock« und die Auflösung desselben, Polens Sehnsucht nach dem Westen und der Sehnsuchtshorizont der verlorenen Ostgebiete, die neuen Nachbarschaften nach der politischen Wende mit Rußland, Ukraine, Weißrußland und auch Litauen.

Andrzej Chwalba zeichnet in seiner Anthologie die komplizierte Geschichte und Gegenwart nach, erhellt anhand ausgewählter Texte der letzten hundert Jahre, wie Polen sich den Osten denkt. Der Band enthält Texte u.a. von Pawe³ Jasienica, Józef Pi³sudski, Aleksander Hertz, Paulina Watowa, Gustav Herling, Stanis³aw Vincenz und Adam Zagajewski.


»Soll ich Dir sagen: Ich hasse Dich? Oder – daß ich Dich liebe?«
(Jaros³aw Iwaszkiewicz: An Rußland, 1928)

»Nach Lemberg fahren. Von welchem Bahnhof
nach Lemberg, wenn nicht im Traum, bei Tagesanbruch,
wenn Tau die Koffer bedeckt...«
(Adam Zagajewski: Nach Lemberg fahren, 1985)


Andrzej Chwalba (geb. 1949) lehrt an der Krakauer Jagiellonen-Universität Geschichte. Er beschäftigt sich unter anderem mit den polnisch-russischen Beziehungen und veröffentlichte zuletzt eine Geschichte Polens im langen 19. Jahrhundert.

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