Deutsches Polen-Institut
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Besprechungen

"Die knapp einhundert Originaltexte, die der Historiker François Guesnet zusammengestellt hat, sind nach Epochen geordnet und mit knappen informativen Einführungstexten sowie umfangreichen Literaturhinweisen versehen; sie fassen die bedeutendsten innenpolnischen Debatten über das Verhältnis zur jüdischen Bevölkerungsgruppe seit 1800 zusammen. Sie dokumentieren eindrucksvoll die Gegensätze und die Vielfalt der Standpunkte - bis hin zu der nach der Wende einsetzenden, bis heute nicht abklingenden Kontroverse über Formen und Ausmaß des polnischen Antisemitismus einschließlich einer Mitverantwortung für den Holocaust.
'Der Fremde als Nachbar' bietet ein solides, ganz der Aufklärung verpflichtetes Fundament für das Verständnis des polnisch-jüdischen Verhältnisses in den letzen zwei Jahrhunderten - ein grundlegendes Werk auch für deutschsprachige Leser."

Martin Sander in: Deutschlandradio Kultur, 14.1.2010
Zur vollständigen Rezension

"Obwohl 'Der Fremde als Nachbar' in erster Linie an ein akademisches Publikum gerichtet ist, bietet die Anthologie ebenso jenem Leser, der sich für polnisch-jüdische Geschichte und Antisemitismus im europäischen Vergleich interessiert, eine spannende und erhellende Lektüre. Die bemerkenswert vielfältige Textauswahl zeigt den schwierigen und oft widersprüchlichen Umgang der nichtjüdisch-polnischen Mehrheitsbevölkerung mit 'ihren Juden' auf. Und: Die Texte führen dem Leser dabei auch vor Augen, dass es wesentliche Unterschiede zwischen polnischer und deutscher Wahrnehmung des jüdischen 'Anderen' gab."

Stefanie Neumeister in: Jüdische Zeitung 2 (48) Februar 2010

 
 
   
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