Deutsches Polen-Institut
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Geschichte des Deutschen Polen-Instituts

Die Gründung des Deutschen Polen-Instituts (DPI) geht auf eine Anregung von Karl Dedecius, Marion Gräfin Dönhoff u.a. und eine Empfehlung des I. Forums Bundesrepublik Deutschland - Volksrepublik Polen zurück, das 1977 in Bonn tagte. Das Deutsche Polen-Institut ist eine Gemeinschaftsgründung der Stadt Darmstadt sowie der Länder Hessen und Rheinland-Pfalz unter Beteiligung des Bundes. Auf Beschluß der Kultusministerkonferenz der Länder wurde die Trägerschaft zum 1. Januar 1987 auf alle Bundesländer ausgedehnt.


Die Geschichte des Deutschen Polen-Instituts in Daten

1979

Gründung des Vereins Deutsches Polen-Institut in Bonn.

1980

11. März: Eröffnung des Deutschen Polen-
Instituts
im Haus Olbrich auf der Darmstädter Mathildenhöhe.

Erster Direktor: Karl Dedecius.
Erste Präsidentin: Marion Gräfin Dönhoff.

1981

Erste Verleihung des "Preises der Robert Bosch Stiftung für polnische Übersetzer deutscher Literatur" an S³awomir B³aut.

1982

Der erste Band der "Polnischen Bibliothek" erscheint – bis 2000 werden beim Suhrkamp-Verlag 50 Bände polnische Literatur herausgegeben. Das Institut etabliert sich als Zentrum des literarischen Austauschs und "kulturpolitisches Modell" (Dedecius).

Mit den "Veröffentlichungen des Deutschen Polen-Instituts" ("Blaue Reihe") legt sich das Institut eine wissenschaftliche Publikationsserie zu.

1983

Erstes Städtekolloquium zu Fragen deutsch-polnischer Städtepartnerschaften (2000: 6. Städtekolloquium).

1989

Erster Band des DPI-Jahrbuchs "Ansichten".

1992

Mit "Deutsche und Polen. 100 Schlüsselbegriffe" legt das Institut ein Kompendium der deutsch-polnischen Berührungspunkte und Problemfelder vor.

1994

Auf Initiative und mit Unterstützung des DPI entsteht in Krakau als europäisches Kulturzentrum die "Villa Decius".

1995

Helmut Schmidt wird Präsident des Deutschen Polen-Instituts.

1996

Der erste Band des "Panoramas der polnischen Literatur des 20. Jahrhunderts" kommt beim Ammann-Verlag heraus; bis 2000 werden, herausgegeben von Karl Dedecius, sieben Bände mit über 6000 Seiten veröffentlicht.

1997

Das Institut erhält ein zweites Gebäude – das Haus Deiters.

Erstes deutsch-polnisches Podiumsgespräch im Staatstheater Darmstadt.

1998

Interimsdirektor wird der ehemalige Darmstädter Oberbürgermeister und langjährige DPI-Kuratoriumsvorsitzende Günther Metzger.

1999

Unter dem neuen Direktor Prof. Dr. Dieter Bingen dehnt das Institut seinen Tätigkeitsbereich aus: Neben der Kulturvermittlung stehen verstärkt Politik und Wissenschaft im Zentrum des Interesses.

Seit diesem Jahr erscheinen die "DPI-Nachrichten" als halbjährliches Informationsbulletin.

Nach langjähriger Vorarbeit liegt die vierbändige Bibliographie "Deutsch-polnische Beziehungen in Geschichte und Gegenwart" vor.

Der polnische Minister für Kultur und Kunst verleiht dem Institut die Auszeichnung "Verdienste um die polnische Kultur" (Zas³u¿ony dla kultury polskiej).

2000

Erste Sitzung der "Kopernikus-Gruppe".

Beginn des Projekts "Deutschland – Polen – Osteuropa". Vorüberlegungen zu einer neuen Ostpolitik der erweiterten Europäischen Union und der polnische Beitrag.

Jubiläumsfeier 20 Jahre Deutsches Polen-Institut.

2002

Erste Sommerschule für polnische Gaststudenten der TU Darmstadt

2003

In der neuen Reihe "Denken und Wissen. Eine Polnische Bibliothek" erscheinen beim Suhrkamp-Verlag die ersten drei Bände.

In Zusammenarbeit mit dem Cornelsen-Verlag kommt ein Beiheft für den Deutschunterricht "Polnische Literatur und deutsch-polnische Literaturbeziehungen" heraus.

Eine Neubearbeitung der "Schlüsselbegriffe" erscheint unter dem Titel "Deutsche und Polen. Geschichte – Kultur – Politik" beim Verlag C.H. Beck.

Der "Karl Dedecius-Preis" der Robert Bosch Stiftung für polnische Übersetzer deutscher Literatur und deutsche Übersetzer polnischer Literatur wird erstmals verliehen.

2004

Erste Vorarbeiten für die Erarbeitung eines Lehrwerks "Polnisch als dritte Fremdsprache an Gymnasien" (gemeinsam mit weiteren Partnern)

2005

Die Sparkasse Darmstadt verleiht dem Deutschen Polen-Institut den Ludwig-Metzger-Preis

Jubiläumsfeier 25 Jahre Deutsches Polen-Institut im Beisein der Präsidenten von Deutschland und Polen


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  Haus Olbrich


  Haus Deiters


Aktuelles:
Verleihung des Karl-Dedecius-Preises 2013 an Jakub Ekier und Bernhard Hartmann am 24. Mai 2013 in Krakau2. Berliner Gespräch zum demografischen Wandel in Deutschland und Polen am 6. Juni 2013Jahrbuch Polen 2013 Arbeitswelt erschienen!